Rickettsiose

Krätze (Scabies) wird durch Milben hervorgerufen, die Gänge in die oberen Hautschichten bohren. Typisches Symptom ist starker, fast unerträglicher Juckreiz über längere Zeit, besonders an Unterarmen und zwischen den Fingern. Scabiesmilben sollten ebenso wie Läuse äußerlich mit Lindan behandelt werden. Läuse kann man auch ohne spezielle Mittel vorübergehend dadurch stark dezimieren, dass man sich morgens und abends abseift sowie sämtliche Kleider wechselt und diese heiß waschen und bügeln lässt. Endgültig vertreiben lassen sich Läuse durch solche Maßnahmen jedoch nicht. Dagegen kann man Flöhe mit etwas Glück durch häufigen Wäschewechsel beseitigen. Zecken sollten möglichst rasch und im ganzen entfernt werden, vorhergehendes Abtöten der Zecke mit Klebstoff oder ähnlichem empfiehlt sich nicht. Blutegel kann man leicht durch Betupfen mit einer glühenden Zigarette ablösen.
Rickettsiosen sind ernste Erkrankungen, die durch Läuse, Milben, Flöhe oder Zecken übertragen werden. Eine Infektion mit Rickettsien führt zunächst zu Fieber und typischen Hautausschlägen, kann jedoch auch eine Herzmuskelentzündung verursachen. Eine relativ häufige Rickettsiose ist das durch Zecken übertragene Afrikanische Zeckenbissfieber, das gelegentlich bei Safari-Touristen auftritt. Die englische Bezeichnung der Erkrankungen „typhus“ hat mit der Salmonellenerkrankung Typhus (abdominalis) nichts zu tun, diese heißt auf englisch „tyhoid fever“.


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