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Kleine Kinder auf Flugreise

Flugreisen sind für Kinder in der Regel unproblematisch. Allerdings stellen Enge, hoher Geräuschpegel und niedrige Luftfeuchtigkeit deutliche Stressfaktoren dar. Da Kinder aufgrund der mangelhaft ausgebildeten Nasennebenhöhlen besonders empfindlich auf Druckveränderungen reagieren, sollte man die Kleinen vor Start und Landung die Flasche trinken oder etwas kauen lassen. Der Druckausgleich gelingt dann besser. Kinder mit akuten Erkältungskrankheiten (Hals-Nasen-Ohren-Infektionen) sollten möglichst nicht fliegen. Notfalls kann man sich mit abschwellenden Nasentropfen rechtzeitig behelfen. Sie sind mindestens 30 Minuten vor Start und Landung einzunehmen.

Mit Säuglingen und Kleinkindern sollte man nach Möglichkeit Regionen meiden, in denen Malaria häufig vorkommt oder in denen Erreger gegen die üblichen Antimalariamittel resistent sind. Der kindliche Organismus ist durch die Infektion besonders gefährdet. Ist eine Reise in solche Gebiete genauso wichtig wie bei Erwachsenen. Dabei spielt die Verhütung von Mückenstichen die größte Rolle. Das bedeutet: In der Dämmerung und am Abend lange Ärmel, lange Hosen und Schuhe tragen, unbedeckte Körperpartien mit Anti-Mückenmittel dünn einreiben (wird durch die Haut resorbiert; Vorsicht bei Säuglingen!), Moskitonetz über dem Bett anbringen. Als medikamentöse Vorbeugung kommen, je nach Reisegebiet, nur Chlorquin (Resochin, als Junior Tbl. oder Saft) und Proguanil (Paludrine, Tbl.) in Frage. Die Dosierung richtet sich nach Alter und Gewicht Die Prophylaxe beginnt acht Tage vor Reiseantritt und endet vier Wochen nach der Rückkehr. Auch voll gestillte Säuglinge benötigen eine eigene Medikation.

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